Gottesdienst am 01. Mai 2024 in der Kapelle in Buch
Der 1. Mai wird in der katholischen Kirche als Gedenktag "Josef des Arbeiters" gefeiert. Joseph, der in der biblischen Überlieferung als Bauhandwerker bekannt ist, gilt als Schutzpatron der Arbeiter, insbesondere der Zimmerleute und Holzfäller. Seit 1933 ist der 1. Mai in Deutschland auch ein gesetzlicher Feiertag, eingeführt durch die Nationalsozialisten.
Traditionell wird der Monat Mai in der katholischen Kirche als Marienmonat bezeichnet. Die Maiandachten haben ihren Ursprung bereits im Mittelalter und wurden eingeführt, um heidnische Maifeiern römischen und germanischen Ursprungs zu "verchristlichen". Seit dem 17. Jahrhundert wird im Mai die Gottesmutter Maria besonders verehrt.
Aus diesem Anlass führte die Kirchengemeinde St. Ottilia in Mühlhausen den ersten Maigottesdienst in der Kapelle in Buch durch. Die Kapelle, die im April 1905 am Palmsonntag feierlich eingeweiht wurde, ist etwas Besonderes. Sie wurde durch die großzügige Spende des verstorbenen Gutsbesitzers Franz Josef Wild von Buch errichtet, der testamentarisch 1000 Mark für den Bau einer neuen Kapelle in seiner Heimat hinterließ.
Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Wiest zelebriert, während eine kleine Abordnung aus Buch musikalisch für eine festliche Umrahmung sorgte. Zahlreiche Gläubige nahmen an dem Gottesdienst teil, und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite mit einem strahlend blauen Himmel, was als eine Belohnung von Maria interpretiert wurde.
Die Glocke der Kapelle, auf der Vorderseite mit dem Bild der seligen Elisabetha von Reute und auf der Rückseite mit der Inschrift: „Gut Bethenglocke heiß ich; Jesus, Maria, Joseph preis ich; zum Himmel weis ich“, läutete einladend zum Gottesdienst. Die Atmosphäre war von Andacht und Gemeinschaft geprägt, während die Gläubigen gemeinsam Marienlieder sangen und sich in Gebet vereinten.





